Pensionszusage - richtig gemacht

Effektive Rückdeckung von Pensionszusagen mit Aktienfonds.

Rückdeckung einer Pensionszusage mit Aktienfonds

Durch die Steuergesetzänderungen der letzten Jahre sind Aktienfonds unserer Meinung nach bestens zum langfristigen Kapitalaufbau geeignet, wenn es um die Rückdeckung einer Pensionszusage im Betriebsvermögen einer Kapitalgesellschaft geht.

Gewinne aus den meisten Aktienfonds sind durch die Steuergesetzänderungen über den § 8b Körperschaftsteuergesetz nahezu steuerfrei gestellt. Tatsächlich sind nur 5% der Dividenden bzw. 5% der Kursgewinne bei Veräußerung mit Gewerbesteuer belastet.

Ein einfaches Beispiel:

Sie investieren über 20 Jahre jeweils € 1.000,-- p.m. in einen Aktienfonds und bauen damit bei 7% Wertentwicklung p.a. nach 20 Jahren ein Vermögen von ca. € 500.000,-- auf. Abzüglich Ihrer Einzahlung von € 240.000,-- bedeutet dies einen Wertzuwachs aus Dividenden und Kursgewinnen von ca. € 260.000,--. Von diesem Wertzuwachs von werden 5% ( € 13.000,-- ) mit z.B. 14% Gewerbesteuer belastet. Im Endeffekt zahlen Sie damit über die Laufzeit (Dividenden) und bei Veräußerung (Kursgewinne) lediglich ca. € 1.820,-- Steuern auf ein Vermögen von ca. € 500.000.-. Damit kann man Aktienfonds im Betriebsvermögen als nahezu steuerfrei betrachten.

Als Vergleich: Bei einer voll steuerpflichtigen Anlage, wie z.B. einer Lebensversicherung oder einem Rentenfonds würde der Wertzuwachs von ca. € 260.000,-- der vollen Versteuerung (Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Soli) unterworfen. Bei einem Gesamtsteuersatz von z.B. 38% würde dies bei der gleichen Entwicklung zu einer Steuerzahlung von ca. € 98.800,-- führen und damit die Nachsteuerrendite deutlich vermindern.

Auch hierzu einige Tipps:

1. Aktienfonds sind volatile Anlagen und benötigen deshalb u.M. nach längere Laufzeiten. Versuchen Sie deshalb nie bestehende Deckungslücken mit Aktienfonds aufzufüllen, wenn Sie z.B. nur noch 5 Jahre Zeit haben, bis Sie das Kapital benötigen.

2. Streuen Sie auch bei diesen Anlagen weltweit und versuchen Sie nicht durch Spezialitätenfonds und enge Brachenfonds das letzte Prozent Rendite zu erspekulieren. Eine durchschnittliche Jahresrendite von 6% - 8% über lange Laufzeiten ist völlig ausreichend. Sie benötigen keine 12% p.a. und müssen deshalb auch kein unverhältnismäßiges Risiko eingehen.

3. Investieren Sie in weltweit streuende, bewährte und große Aktienfonds. Investieren Sie hier nach dem Motto: „Wenn diese die große Weltwirtschaft repräsentierenden Unternehmen über 20 Jahre oder mehr keine positive Wertentwicklung verzeichnen, hätte jede andere Anlage sehr wahrscheinlich auch keinen Sinn gemacht“.

4. Auch ein Sparplan, der bis Pensionsbeginn bespart wird beinhaltet ein Risiko, wenn die Wertentwicklung am Ende der Laufzeit schlecht ist, da sich Verluste dort auf das gesamte Kapital auswirken, während Gewinne am Anfang nur einen geringen Einfluss haben, da hier noch wenig Vermögen vorhanden ist.

5. Bauen Sie ihre Altersversorgung nicht mit einer Einmalanlage auf. Ein starker Kursrückgang in den ersten Jahren gefährdet u.U. Ihren ganzen Kapitalaufbau.

6. Wählen Sie eine abgekürzte Sparrate. Sie vermindern so diese Risiken und finanzieren Ihre Altersversorgung damit schneller aus. Dies macht Sie unabhängiger von Ihrer Liquidität in den Jahren vor Pensionsbeginn und flexibler bei vorzeitigem Ruhestand.

7. Lassen Sie sich von Ihrem Berater bestätigen, dass der gewählte Aktienfonds unter den § 8b KstG. fällt.

8. Viele ausländische Aktienfonds sind nur schwer oder gar nicht direkt verpfändbar, um Ihre Altervorsorge konkurssicher zu gestalten. Klären Sie dies im Vorfeld, bzw. schalten Sie ein Depotkonto welches verpfändbar ist dazwischen.

9. Schichten Sie am Ende der Laufzeit einen Teil des Vermögens in weniger volatile Anlagen um und verschaffen Sie somit dem Rest des Vermögens wieder eine längere Laufzeit, bis Sie es benötigen.

10. Viele Berater besitzen ein sehr umfangreiches Wissen zu Kapitalanlagen. Bedenken Sie, dass dies hier nur ein Teil ist und auch dass Wissen und die Erfahrung im Bereich der Pensionszusage selbst immens wichtig sind.

Diese Tipps sind nur einige Hinweise zu den jeweiligen Themen und schließen einen Anspruch auf Vollständigkeit aus. Ein erfahrener Berater wird Ihnen helfen, diese Konzepte nach Ihren Vorstellungen und Wünschen noch weiter zu optimieren.

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