Pensionszusage - richtig gemacht

Die Pensionszusage ist für den Gesellschafter-Geschäftsführer der effektivste Weg der Altersvorsorge
Pensionszusage von A bis Z
  Angemessenheit der Versorgungszusage

Unter dem Gesichtspunkt der sogenannten Übermaßversorgung prüft die Finanzverwaltung zum einen, ob die Versorgungsleistungen, die der Beschäftigte erhalten soll, im Verhältnis zu seinen Aktivbezügen zu hoch sind. Dies gilt für jeden Arbeitnehmer. Soweit die zugesagten Versorgungsleistungen mehr als 75 v. H. der gegenwärtigen Aktivbezüge betragen, darf eine Rückstellung nach § 6 a EStG nicht gebildet werden (Siehe Überversorgung).
Bei beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern prüft die Finanzverwaltung zusätzlich, ob die Gesamtausstattung des Geschäftsführers überhöht ist. Unter der Gesamtausstattung versteht man die Summe aller Vergütungen, die der Geschäftsführer für seine aktive Tätigkeit erhält (Gehalt + Tantiemen + Sachbezüge) zuzüglich des Wertes der Versorgungszusage. Dabei wird die Versorgungszusage mit der sogenannten fiktiven Jahresnettoprämie angesetzt. Diese entspricht dem Jahresbeitrag, den das Unternehmen an eine fiktive Versicherungsgesellschaft zahlen müsste, um einen vergleichbaren Anspruch zu erhalten (ohne Abschlusskosten und Verwaltungsgebühren). Zu unterstellen ist, dass die betreffende Prämie vom Jahr der Erteilung der Pensionszusage an bis zum vertraglich vereinbarten Pensionsalter gleichmäßig gezahlt wird. Soweit die Gesamtausstattung zu hoch ist, liegt eine verdeckte Gewinnausschüttung vor.
Für die Frage, wie hoch die Gesamtausstattung eines Gesellschafter-Geschäftsführers sein darf, gibt es keine allgemeingültigen Regeln. Nach dem Schreiben des BMF vom 14.10.2002 (Bundessteuerblatt I 2002, Seite 972) soll es insbesondere auf die Art und den Umfang der Tätigkeit des Geschäftsführers ankommen. Diese werden ihrerseits wiederum vorrangig durch die Größe des Unternehmens bestimmt. Die fachliche Qualifikation und die Berufserfahrung des Geschäftsführers sollen dagegen keine Rolle spielen. Nach Auffassung der Finanzverwaltung muss der GmbH nach Zahlung der Geschäftsführervergütung noch eine angemessene Verzinsung ihres Eigenkapitals verbleiben. Nach dem BMF-Schreiben ist die Vergütung des Geschäftsführers nur dann angemessen, wenn der Gesellschaft nach Abzug der Geschäftsführervergütung noch ein Jahresüberschuss vor Steuern vom Einkommen und Ertrag verbleibt, der mindestens dieselbe Höhe hat, wie die Geschäftsführervergütungen. Bei mehreren Geschäftsführern ist hierbei die Summe ihrer Vergütungen maßgeblich.


 
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