Pensionszusagen überprüfen

Möglichkeiten zur Reparatur bestehender Pensionszusagen.

Informationen zu einer bestehenden Pensionszusage

Sie haben bereits eine Pensionszusage, die Ihnen einen Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge gewährt und möchten nun wissen, ob dabei alle Eventualitäten berücksichtigt wurden, bzw. worauf Sie achten sollten

Nachfolgend hierzu einige Tipps geben, die bei der Überprüfung einer Pensionszusage immer beachtet werden sollten:

1. Ist Ihr Kapitalbedarf ausreichend ausfinanziert um Ihre Pension in voller Höhe sicherzustellen oder die Pensionszusage abfinden zu können, falls Sie Ihr Unternehmen bei Pensionsbeginn veräußern möchten?

Berücksichtigen Sie, dass der Barwert der Rückstellungen schon lange nicht mehr ausreicht und Ihr tatsächlicher Kapitalbedarf deutlich höher liegt. Tatsächlich liegt der benötigte Kapitalbedarf inzwischen ca. 30% über den kumulierten Rückstellungen die Sie bis Pensionsbeginn bilden dürfen.

Ein einfaches Beispiel verdeutlicht diese Problematik:

Für eine Pensionszusage von € 3000,-- pro Monat (inkl. 60 % Witwenrente und BU) bilden Sie bis Alter 65 ca. € 420.000,-- Pensionsrückstellungen. Tatsächlich liegt Ihr Kapitalbedarf aber bei ca. € 550.000.--. Sind in Ihrer Rückdeckung z.B. aber nur € 250.000,-- vorhanden und Ihr Unternehmen verfügt auch nicht über genügend Liquidität (€ 300.000,-- Fehlbetrag) führt dies u.U. dazu, dass Sie privat € 550.000,-- versteuern müssen, obwohl Sie nur € 250.000,-- erhalten.

Im Endeffekt können solche Unterdeckungen dazu führen, dass die Rückdeckung gerade ausreicht um die privat anfallenden Steuern zu zahlen. Das bedeutet oft, dass eine zu niedrige Rückdeckung nicht einfach zu weniger Pension führt sondern u.U. die gesamte Pension entfällt.

2. Stellen Sie fest, ob Ihre Kapitalansammlung zur Rückdeckung der Pensionszusage ausreichend ist und kalkulieren Sie Ihren Mehrbedarf ein.

3. Je früher Sie dies überprüfen, umso mehr Zeit haben Sie bis Pensionsbeginn um Zinseszinseffekte zu nutzen und die tatsächlich benötigte Liquidität anzusammeln.

4. Spätestens mit Pensionsbeginn sollte Ihr Kapital in liquiden Anlagen verfügbar sein, um die Pensionszusage bei Bedarf abfinden zu können. Die besten Beteiligungsmodelle nutzen Ihnen vielleicht nichts, wenn Sie diese dann nicht vernünftig veräußern können, wenn Sie Ihr Unternehmen verkaufen möchten und deshalb die Zusage abfinden müssen.

5. Überprüfen Sie Ihre Textgestaltungen.

Viele Pensionszusagen an Gesellschafter-Geschäftsführer sind trotz Verpfändung der Rückdeckung nicht konkurssicher, da sie bei Verschlechterung der Unternehmensverhältnisse anpassbar sind. Ein Insolvenzverwalter kann diesen Widerrufsvorbehalt dazu nutzen die Pensionszusage an die Verhältnisse anzupassen (Widerruf). Damit wird natürlich auch eine Verpfändung gegenstandslos, da in diesem Fall kein Anspruch mehr besteht.

Zusagetexte und Vertragsgestaltungen sollten immer unter Zuhilfenahme spezialisierter Rechtsberater erstellt werden.

6. Für welchen Berater Sie auch immer sich entscheiden. Achten Sie auf Erfahrung, Referenzen und bestehende Kooperationen mit spezialisierten Rechtsberatern. 


 
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