Pensionszusage - richtig gemacht

Die Pensionszusage ist für den Gesellschafter-Geschäftsführer der effektivste Weg der Altersvorsorge
Pensionszusage von A bis Z
  Probezeit

Eine verdeckte Gewinnausschüttung nimmt die Finanzverwaltung auch dann an, wenn einem beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer eine Pensionszusage zu früh erteilt wird. Zwischen Abschluss des Anstellungsvertrages und Erteilung der Pensionszusage muss eine ausreichend lange, sogenannte Probezeit liegen.
Wie lange die Probezeit im einzelnen sein muss, ist noch nicht abschließend entschieden. Im einzelnen müssen zwei Fallgruppen unterschieden werden:

    1. Eine neugegründete GmbH erteilt bereits kurze Zeit nach Aufnahme ihrer Tätigkeit ihrem beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführer eine Pensionszusage.
    2. Eine bereits langjährige am Markt tätige GmbH stellt ihren beherrschenden Gesellschafter als Geschäftsführer an und erteilt diesem kurz danach eine Pensionszusage.

Fallgruppe 1: Erteilung einer Pensionszusage durch eine neugegründete GmbH
Bei Erteilung einer Pensionszusage durch eine neugegründete GmbH muss grundsätzlich 5 Jahre mit der Erteilung der Pensionszusage gewartet werden. Denn vorher steht noch nicht ausreichend fest, ob die GmbH sich am Markt bewähren und ausreichend Gewinne erzielen wird, um die zugesagte Pension bezahlen zu können.

Wird die erforderliche Probezeit nicht eingehalten, sind die Zuführungen zur Pensionsrückstellung in den ersten Jahren als verdeckte Gewinnausschüttung zu behandeln. Erst die Zuführungen nach Ablauf der Probezeit werden nach dem BMF-Schreiben vom 14.05.1999 (Bundessteuerblatt I 1999, Seite 512) gewinnmindernd berücksichtigt.

Für die Frage, ob eine GmbH neugegründet ist, gilt allerdings nicht die zivilrechtliche, sondern die wirtschaftliche Betrachtung. Ist die GmbH beispielsweise durch eine Umwandlung aus einer Personengesellschaft hervorgegangen, gilt sie nicht als neugegründetes Unternehmen.

Fallgruppe 2: Anstellung eines Geschäftsführer durch eine langjährig am Markt tätige GmbH
Bei dieser Fallgruppe ist ein Fremdvergleich anzustellen. Einem fremden Geschäftsführer würde eine GmbH eine Pensionszusage nämlich erst dann erteilen, wenn sie dessen Eignung festgestellt hat und sicher sein kann, dass er sich in dem Unternehmen bewähren wird. Über die Dauer der erforderlichen Probezeit bei dieser Fallgruppe besteht noch keine Einigkeit. Mit Sicherheit reichen auch hier 5 Jahre aus. Nach Ansicht der Finanzverwaltung kann aber auch eine Probezeit von 2 - 3 Jahren genügen. Letztlich wird es darauf ankommen, welches Risiko die GmbH im Einzelfall mit der Erteilung der Zusage für den Fall auf sich nimmt, dass der neue Geschäftsführer sich nicht bewährt.


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