Pensionszusage - richtig gemacht

Die Pensionszusage ist für den Gesellschafter-Geschäftsführer der effektivste Weg der Altersvorsorge
Pensionszusage von A bis Z
  Rückstellung - Höhe

In welcher Höhe die Rückstellung gebildet werden muss, ist im Einkommensteuergesetz genau geregelt. Nach § 6a Abs. 3 Satz 1 EStG darf die Pensionsrückstellung höchstens mit dem in dieser Vorschrift geregelten sogenannten Teilwert der Pensionsverpflichtung angesetzt werden.
Beim Erreichen der Altersgrenze bzw. beim Eintritt einer der vorzeitigen Versorgungsfälle (Berufsunfähigkeit, Tod) entspricht der Teilwert der Rückstellung dem Barwert der künftigen Versorgungsleistungen. Darunter versteht man die Summe der voraussichtlichen künftigen Leistungen. Es wird also zunächst unter Zugrundelegung von versicherungsmathematischen Wahrscheinlichkeitsberechnungen, insbesondere von Sterbetafeln, ermittelt, welche Pensionszahlungen wahrscheinlich geleistet werden müssen. Anschließend wird diese Summe entsprechend den künftigen Zahlungsterminen - unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 6 % - abgezinst.

Man kann es auch anders formulieren:
Hätte das Unternehmen bei Eintritt des Versorgungsfalles einen Kapitalbetrag in Höhe des Barwertes angespart, könnte es damit die vereinbarten Versorgungsleistungen finanzieren, wenn es mit diesem Kapitalbetrag eine Rendite - nach Steuern - in Höhe von 6 % erzielen würde. Bei Erreichen des als wahrscheinlich zugrunde gelegten Lebensalters wäre das Kapital verbraucht.

Nach einer Faustformel kann man den Barwert bei Erreichen der Altersgrenze wie folgt abschätzen:
Wird einer männlichen Person ausschließlich eine Altersversorgung - ohne Dynamisierung - bei Vollendung des 65. Lebensjahres zugesagt, beträgt der Barwert etwa das 9,8-fache der Jahrespension.
Wird zusätzlich eine Witwenversorgung vereinbart, beträgt der Barwert etwa das 11,7-fache der Jahrespension.
Jeder Prozentsatz, um den die laufenden Leistungen dynamisiert werden, führt zu einer Erhöhung des Barwertes um etwa 10 %.

Beispiel:
Einer männlichen 40-jährigen Person wird eine Pension von monatlich 1.000,00 €, eine Berufsunfähigkeitsrente von ebenfalls 1.000,00 € sowie eine Witwenrente von 60 % zugesagt. Bei Erreichen des vereinbarten Pensionsalters von 65 Jahren beträgt die Rückstellung 140.837,00 €.
Wird zusätzlich eine Dynamisierung der laufenden Pension von 3 % vereinbart, beträgt die Rückstellung 187.638,00 €.


Zur Rückstellung - Sondervoraussetzung Übersicht Zur Rückstellungsteilwert

 

 
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