Pensionszusage - richtig gemacht

Die Pensionszusage ist für den Gesellschafter-Geschäftsführer der effektivste Weg der Altersvorsorge
Pensionszusage von A bis Z
  Sonderausgaben - Alterseinkünftegesetz

Seit dem 01.01.2005 können nach dem Alterseinkünftegesetz Aufwendungen für die Altersvorsorge als Sonderausgaben abgezogen werden. Abzugsfähig sind neben den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung und zu berufsständischen Versorgungswerken auch Beiträge zum Aufbau einer eigenen kapitalgedeckten Altersversorgung. Voraussetzung ist in diesem Fall jedoch, dass der Vertrag nur die Zahlung einer Leibrente vorsieht und eine Vererblichkeit oder Kapitalisierbarkeit des gebildeten Kapitals ausgeschlossen ist. Die begünstigten Aufwendungen können gemäß § 10 Abs. 3 Sätze 1 und 2 EStG grundsätzlich bis zur Höhe von 20.000 € (bei zusammen veranlagten Ehegatten bis 40.000 €) abgezogen werden.
Bei beherrschenden Gesellschafter-Geschäftsführern ist dieser Höchstbetrag jedoch gemäß § 10 Abs. 3 Satz 3 EStG um einen fiktiven Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung (Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-Anteil) zu kürzen. Denn wegen der Erteilung der Pensionszusage gehören sie zum Personenkreis des § 10 c Abs. 3 Nr. 1 und 2 EStG, der nur die gekürzte Versorgungspauschale erhält, und erwerben ohne eigene Beitragsleistungen einen Anspruch auf Altersversorgung. Dabei werden allerdings nur die Einnahmen aus derjenigen Tätigkeit berücksichtigt, die die Zugehörigkeit zu dem genannten Personenkreis begründet. Etwas anderes gilt allerdings für Alleingesellschafter. Denn zu der bis 2004 geltenden Rechtslage hat der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 16.10.2002 (DStR 2003, Seite 110) entschieden, dass der Alleingesellschafter - wirtschaftlich betrachtet - die Altersversorgung durch eigene Beitragsleistungen finanziert, weil er insofern auf Gewinne der GmbH und damit auf entsprechende Ausschüttungen verzichtet.

Außerdem sind die betreffenden Beträge bis zum Jahr 2040 nur zum Teil abzugsfähig. Nach Beschränkung auf den - gekürzten - Höchstbetrag wird der Umfang der zu berücksichtigenden Aufwendungen nochmals begrenzt. Im Kalenderjahr 2005 sind nur 60 v. H. der - auf den Höchstbetrag begrenzten - Aufwendungen anzusetzen. Dieser Prozentsatz erhöht sich in den folgenden Kalenderjahren bis zum Jahr 2025 jedes Jahr um je 2 v. H Punkte. Erst ab dem Jahr 2025 sind 100 v. H. der Beiträge abzugsfähig.


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