Pensionszusage - richtig gemacht

Die Pensionszusage ist für den Gesellschafter-Geschäftsführer der effektivste Weg der Altersvorsorge
Pensionszusage von A bis Z
  Überversorgung ( Kappungsgesetz )

Das Gesetz selbst enthält keine Obergrenze für die Zusagung von Versorgungsbezügen. Die Rechtsprechung der Finanzgerichte hat jedoch entschieden, dass eine Rückstellung nicht gebildet werden kann, soweit die Altersversorgung des Beschäftigten 75 % der gegenwärtigen Aktivbezüge übersteigt. Die darüber hinausgehenden Versorgungsbezüge stellen eine Übermaßversorgung dar und sind bei Berechnung der Rückstellung nicht zu berücksichtigen.

Die Berechnung dieser Grenze bereitet in der Praxis aus mehreren Gründen Schwierigkeiten. Zum einen ist zu bedenken, dass die beiden Zahlen, die hier miteinander verglichen werden, sich auf unterschiedliche Zeitpunkte beziehen. Bei der Altersversorgung, die die 75 % nicht übersteigen darf, handelt es sich um diejenigen Bezüge, die der Versorgungsberechtigte bei Erreichen der Altersgrenze erhalten soll. Bei den Aktivbezügen, die die Bemessungsgrundlage von 100 % bilden, handelt es sich dagegen um die Bezüge zum gegenwärtigen Zeitpunkt, genauer gesagt zum Bilanzstichtag.
Zum anderen ist zu beachten, dass zur maßgeblichen Altersversorgung sämtliche Versorgungsbezüge gehören, für die der Arbeitgeber einen Beitrag geleistet hat. Hierzu gehören deshalb neben den Bezügen aus der Pensionszusage auch Ansprüche aus einer Direktversicherung und aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Insbesondere die Feststellung der Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung bereitet in der Praxis erhebliche Schwierigkeiten.

Zu den Aktivbezüge, die die 100 % bilden, gehören neben dem eigentlichen Barlohn auch die regelmäßig gewährten Sachleistungen sowie gewinnabhängige Gehaltsbestandteile. Die sich aus der Pensionszusage ergebende fiktive Jahresnettoprämie gehört dagegen nicht dazu.

Um die Berechnung zu erleichtern, lässt die Finanzverwaltung eine vereinfachte Betrachtung zu, die nicht auf die Höhe der Leistungen, sondern auf die "Beiträge" abstellt. Nach dem BMF-Schreiben vom 07.01.1998 ist davon auszugehen, dass keine Überversorgung vorliegt, wenn die gesamten Aufwendungen für die Altersversorgung (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, Beiträge zur Direktversicherung bzw. zu Pensionskassen und Zuführungen zur Pensionsrückstellung) 30 % der Bezüge des Pensionsberechtigten zum Bilanzstichtag des betreffenden Jahres nicht überschreiten.


Zur Unverfallbarkeit Übersicht Zu verdeckter Gewinnausschüttung

 

 
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